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Steuern allgemein

Als Ergänzung zur Wegleitung der Steuererklärung bietet das Kantonale Steueramt nähere Informationen zu diversen Steuerthemen. Diese Informationen sind im St. Galler Steuerbuch online abrufbar.

Detaillierte Informationen weiterer Kantone

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Steuersatzänderungen bei der Mehrwertsteuer

Ab dem 1. Januar 2018 sinkt der MWST-Normsatz von 8,0% auf 7,7%. Die Satzänderung ist mit dem Zeitpunkt der Leistungserbringung gekoppelt. So können also auch Leistungen, welche im 2018 in Rechnung gestellt werden, den Satz von 8% haben oder, im Falle der Rechnungsstellung im 2017, für den Leistungszeitraum ab 1.1.2018 der Satz von 7.7% Anwendung finden. Die MWST-Satzänderung betrifft nicht nur den NormSatz, sondern auch die höheren Saldosteuersätze.

neue Besteuerung von Vorsorgegeldern ab 1.1.2016

Ab dem 1. Januar 2016 gilt im Kanton St. Gallen für Natürliche Personen ein Einheitssatz von 2%* für Vorsorgegelder. Daraus ergibt sich eine vereinfachte Planung beim Bezug dieser Vorsorgegelder (Pensionskasse, Säule 3a). Musste bisher darauf geachtet werden, dass aus Gründen der Steuerprogression Vorsorgegelder gestaffelt "abgerufen" werden, können heute, zumindest aus steuerlicher Sicht, alle Vorsorgegelder im gleichen Jahr bezogen werden, weil diese nun proportional besteuert werden. Die Höhe der Steuerbelastung ist damit nur noch von der Wohngemeinde, bzw. deren Steuerfuss abhängig. (*2,2% für Alleinstehende)

 neue Minimalsteuer bei Kapitalgesellschaften

Ab dem 1. Januar 2015 gilt im Kanton St. Gallen für jur. Personen (bspw. AG, GmbH) die Minimalsteuer, unabhängig davon, ob sie Gewinn erwirtschaftet oder nicht. Die Minimalsteuer beträgt z.Zt. rund CHF 840. Liegt der ordentlich errechnete Betrag aus Kapital- und Ertragssteuern (ohne Bundessteuer) unter der Minimalsteuer, gilt die Minimalsteuer.

 Unternutzungsabzug beim Eigenmietwert im Kanton St. Gallen

Der Kanton St. Gallen übernimmt neu den Unternutzungsabzug analog der direkten Bundessteuern. Für die tatsächlich nicht genutzten Räume kann auf Antrag eine Reduktion des Eigenmietwertes geltend gemacht werden. Die Kürzung des Eigenmietwertes ist jedoch strengen Regeln unterworfen. Beispielsweise sind möblierte Räume praktisch von einer Unternutzung ausgeschlossen, da diese für Gäste oder Nachkommen theoretisch genutzt werden könnten. In der Praxis stellen wir fest, dass es bisher kaum Fälle gab, in welchen eine Unternutzung beim Bund geltend gemacht wurde. Dies hängt möglicherweise auch damit zusammen, dass ungenutzte Räume oft nicht geräumt werden, nachdem die Nachkommen ausgezogen sind.

Berechnung: Reduktion des Eigenmietwertes mit nachfolgender Formel
Eigenmietwert x (Anzahl genutzte Zi +2) durch (Anzahl Zi gemäss Schätzung +2)

 Verschärfung der Praxis in Bezug auf die Verrechnungssteuern

Mit der Erstellung des Wertschriftenverzeichnisses können von der Bank in Abzug gebrachte Verrechnungssteuern zurückgefordert werden. Die Rückerstattung durch die Steuerbehörde wird jedoch verweigert, wenn diese nicht ordnungsgemäss deklariert werden. Folgende Sachverhalte führen zur Verweigerung einer Rückzahlung:

• Die Deklaration der mit der Verrechnungssteuer belasteten Einkünfte erfolgt nach Eintritt der Rechtskraft der ordentlichen Veranlagung. 

• Die Deklaration der mit der Verrechnungssteuer belasteten Einkünfte erfolgt aufgrund einer Anfrage, Anordnung oder sonstigen Intervention der Steuerbehörde im Zusammen-hang mit diesen Einkünften. 

• Die Deklaration der mit der Verrechnungssteuer belasteten Einkünfte durch die steuer-pflichtige Person oder durch deren Erben erfolgt im Rahmen einer spontanen Selbstanzeige. Die Deklaration von mit der Verrechnungssteuer belasteten Einkünften nach Eintritt der Rechtskraft der ordentlichen Veranlagung gilt als nicht ordnungsgemässe Deklaration im Sinne von Art. 23 VStG. Der Verzicht auf die Eröffnung eines Strafverfahrens im Bereich der direkten Steuern lässt den Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer nicht wieder aufleben.  

• Hat die steuerpflichtige Person gar keine Steuererklärung eingereicht, ist der Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer in jedem Fall verwirkt.